Lotte Lenya & Kurt Weill

Zwei Künstlerseelen – eine Künstlerliebe
Ihre Briefe – ihre Lieder

«Meine Frau
Sie ist eine miserable Hausfrau. Aber eine sehr gute Schauspielerin. Sie kann keine Noten lesen, aber wenn sie singt, dann hören die Leute zu wie bei Caruso.»

Kurt Weill, 1929

Dies ein Beispiel der amüsanten und intimen Umgangssprache zwischen Kurt Weill und Lotte Lenya, dem Künstlerpaar, das zweimal miteinander verheiratet war. Sie waren sich äusserst vertraut und doch häufig räumlich getrennt, was einen üppigen Briefwechsel ausgelöst hat. Den Humor, den die beiden auch in schlimmen Zeiten nie verloren haben, wird in der Inszenierung der IG Opera aufblitzen.

Die erhaltenen 375 Briefe, 18 Postkarten und 17 Telegramme aus Deutschland, Frankreich und Amerika dokumentieren in umfänglicher und eindrücklicher Weise das Leben zweier Künstler. Dabei erhalten wir Einblick in die historisch und persönlich bedingten Schwierigkeiten und Höhepunkte der beiden wie auch in den Geist und die künstlerischen Strömungen ihrer Zeit.

Auf der Zofinger Bühne wird für einmal der Wichtigkeit von Lotte Lenya in diesem ungleichen Paar die Aufmerksamkeit geschenkt. Hat ihr Einfluss schon zu seinen Lebzeiten Kurt Weills ganzes Schaffen zu Höchstleistungen inspiriert, so erlangt sowohl Lenya selbst als auch Weills Werk nach seinem Tod durch sie den grossen internationalen Durchbruch.

Die kreative Quelle, aus der die beiden schöpfen, wird dem Zofinger Zuschauer durch den Schauspieler Walter Sigi Arnold und die Sängerin Regula Zimmerli, begleitet von 2 Jazzmusikern, auf amüsante Weise offenbart.